März 2020

Mangelernährung im Alter

Mangelernährung ist die häufigste Erkrankung älterer Menschen. Im Artikel lesen Sie was Mangelernährung bedeutet, welche Ursachen und Folgen sie hat und was sie vorbeugend dagegen tun können.

Was ist Mangelernährung im Alter?

Eine Mangelernährung auch Malnutrition genannt, liegt dann vor, wenn eine Person ihren Bedarf an Energie, Proteinen und anderen Nährstoffen über die Nahrung nicht ausreichend decken kann. Damit ist das Gleichgewicht zwischen Nährstoffzufuhr und Nährstoffbedarf gestört, was zum unkontrollierten Abbau von Körpersubstanz führt.

Ursachen der Mangelernährung

Viele ältere Menschen meinen, der Aufwand für das Kochen lohnt sich für eine Person nicht. Zudem ist das Einkaufen beschwerlich und der Appetit nimmt ab. Die Geruchs- und Geschmacksinne verändern sich. Auch eine Demenz oder eine Depression kann zu einer Mangelernährung führen. Die Betriebe der Sensato legen deshalb grossen Wert auf eine ausgewogene Ernährung der Bewohnerinnen und Bewohner.

Welche Folgen hat Mangelernährung?

Die Wundheilung ist gestört, die Betroffenen sind anfälliger für Krankheiten und Infektionen, es zeigen sich körperliche und geistige Schwächen, Kraftlosigkeit und Müdigkeit. Auch brüchige Nägel, Haarausfall, Muskelschwäche und dadurch ein erhöhtes Sturzrisiko zählen zu den Folgen.

Wie sieht eine gesunde Ernährung aus?

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung setzt sich wie folgt zusammen

  • täglich ein warmes Gericht
  • ein Stück Obst
  • eine Portion Gemüse oder Salat
  • ein Glas Milch und Joghurt, Quark oder Käse
  • eine Scheibe Vollkornbrot
  • 1.5 bis 2 Liter Flüssigkeit (Tee, Säfte, Sprudel, Suppe)

Zudem empfiehlt sich mehrmals pro Woche Fleisch, Fisch oder ein Ei.

Was tun die Betriebe der Sensato gegen Mangelernährung?

Das tägliche Essen wird mit einem Tellerprotokoll erfasst. Zur Ermittlung von Wünschen, Bedürfnissen und Vorlieben führen wir Gespräche mit unseren Gästen.

Des Weiteren werden medizinische Abklärungen mit dem Arzt getroffen (z.B. Blutentnahme für Ernährungsbarometer).

Nach Auswertung aller Befunde kann die Ernährung spezifisch angepasst werden.

Dabei ist es wichtig den Gast gut zu kennen. Es gibt heute sehr viele Möglichkeiten eine Mangelernährung vorzubeugen oder zu behandeln.

Ansätze zur Vorbeugung einer Mangelernährung

Bei Schluckstörungen kann «Dysphagie-Nahrung» eingesetzt werden. Dies ist püriertes Essen, welches mit allen benötigten Komponenten angereichert wird. Optisch unterscheidet sich «Dysphagie-Nahrung» kaum von herkömmlichem Essen.

Auch verschiedene Zusatzpräparate, Trinknahrung, Quark, Joghurt und Cremen in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen können fehlende Nährstoffe ergänzen.

Proteinpulver kann Suppen oder Säften beigegeben werden. Protein ist wichtig für die Muskulatur und ist geschmacksneutral. Heute wird in vielen Institutionen die Suppe 2-3x pro Woche mit Proteinen angereichert.

Maltrodextrin ist ein geschmacksneutrales Kohlenhydrat-Pulver. Diese Zusatznahrung kann bei Personen, welche zu wenig Kalorien zu sich nehmen, eingesetzt werden.

Dies sind nur einige Ansätze, die zur Vorbeugung einer Mangelernährung zur Verfügung stehen. Den Betrieben der Sensato ist es ein grosses Anliegen gemeinsam mit den Bewohnern die richtige Ernährung zusammenzustellen und bei Bedarf die möglichen Zusatzpräparate zu besprechen.

Das beste Mittel gegen Mangelernährung ist eine schöne Atmosphäre, das Gefühl willkommen zu sein, schön angerichtete Speisen, angemessene Portionen und nette Gesellschaft.

Doris Wyss, Leitung Pflege & Betreuung Casa Sunnwies

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